Vorsorgepauschale
Pauschaler Abzug bei der Lohnsteuerberechnung für Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge.
Was bedeutet Vorsorgepauschale?
Die Vorsorgepauschale ist ein pauschaler Abzug, der bei der monatlichen Lohnsteuerberechnung das zu versteuernde Einkommen senkt. Sie berücksichtigt die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers schon im laufenden Jahr, ohne dass eine Steuererklärung nötig ist. Sie besteht aus dem Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung (seit 2023 voll berücksichtigt) und einem Teil für Kranken- und Pflegeversicherung: ermäßigter KV-Satz von 7 % plus halber Zusatzbeitrag, dazu der eigene PV-Satz. Seit 2026 zählt in einer Vergleichsrechnung auch die Arbeitslosenversicherung: Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zusammen bis höchstens 1.900 € im Jahr; angesetzt wird der höhere Wert. Bei privat Versicherten zählt der Beitrag abzüglich Arbeitgeberzuschuss, die frühere Mindestvorsorgepauschale gibt es seit 2026 nicht mehr.
💡 Beispiel
Bei 4.000 € brutto in Steuerklasse 1 (GKV, 2,9 % Zusatzbeitrag, kinderlos) beträgt die Vorsorgepauschale rund 806 €/Monat: 372 € für die Rentenversicherung und 434 € für Kranken- und Pflegeversicherung. Diesen Betrag zieht der Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung vom Brutto ab, bevor er die Steuer berechnet.
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