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Brutto Netto Rechner 2027

Was 2027 von deinem Gehalt übrig bleibt: gerechnet mit dem neuen Steuertarif, den höheren Beitragsbemessungsgrenzen und den Beitragssätzen für 2027, direkt im Vergleich zu deinem Netto 2026.

Stand 4. November 2026: Der Steuertarif stammt aus dem Regierungsentwurf, den der Bundestag seit dem 8. Oktober berät, die Grenzwerte aus der vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung, der Zusatzbeitrag ist vom Gesundheitsministerium festgelegt. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

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= 60.000 € pro Jahr

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Steuerklasse

Ledig, geschieden, verwitwet

Kirchensteuer

Wichtig für den Kirchensteuersatz und für Sachsen (Pflegeversicherung).

Krankenversicherung

Leer = Durchschnitt (2,9 %)

So wird dein Bruttogehalt aufgeteilt

Brutto: 5.000,00 € pro Monat

≈ 37.570 € Netto pro Jahr

Netto
3.130,84 €
62,6 % vom Brutto
Sozialabgaben
1.102,50 €
22,1 % vom Brutto
Steuern
766,66 €
15,3 % vom Brutto
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Dein Netto 2027 gegenüber 2026

Mit deinen Angaben 3.130,84 € netto 2027 statt 3.130,09 € in 2026, also +0,75 € im Monat.

Steuern 15,75 € weniger, Sozialabgaben 15,00 € mehr.

2027 mit dem Steuertarif aus dem Regierungsentwurf und den Sozialversicherungswerten für 2027. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

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Häufig gestellte Fragen

Alles Wichtige zu Brutto, Netto, Steuern und Sozialabgaben

Brutto ist dein Gehalt vor Abzügen – der Betrag, der in deinem Arbeitsvertrag steht. Netto ist das, was tatsächlich auf deinem Konto landet, nachdem Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) abgezogen wurden. Bei einem Bruttogehalt von 5.000 € bleiben in Steuerklasse 1 etwa 3.200 € netto übrig – also rund 64%.

Die Abzüge variieren je nach Gehaltshöhe, Steuerklasse und persönlichen Faktoren. Im Durchschnitt werden etwa 35-45% vom Brutto abgezogen. Davon entfallen ca. 20% auf Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil) und 15-25% auf Steuern. Bei niedrigen Einkommen ist der Steueranteil geringer, bei hohen Einkommen kann er über 30% betragen.

Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich zum Bruttogehalt noch Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung – insgesamt etwa 20-21% on top. Bei 5.000 € Brutto kostet der Arbeitnehmer also ca. 6.000 € (Arbeitgeber-Brutto). Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Krankenversicherung (7,3% + halber Zusatzbeitrag), Rentenversicherung (9,3 %), Arbeitslosenversicherung (1,3%) und Pflegeversicherung (1,8 %).

Der Grundfreibetrag 2026 beträgt 12.348 € pro Jahr (1.029 € pro Monat). Bis zu diesem Einkommen zahlst du keine Einkommensteuer – das Existenzminimum bleibt steuerfrei. Der Grundfreibetrag wird jährlich angepasst und ist bereits in der Lohnsteuerberechnung berücksichtigt. Für Verheiratete mit Zusammenveranlagung verdoppelt sich der Betrag auf 24.696 €.

Es gibt 6 Steuerklassen: Klasse 1 für Ledige, Geschiedene oder getrennt Lebende. Klasse 2 für Alleinerziehende mit Kind im Haushalt (zusätzlicher Entlastungsbetrag von 4.260 €). Klasse 3 für Verheiratete, wenn der Partner Klasse 5 hat – optimal für den Besserverdiener. Klasse 4 für Verheiratete mit ähnlichem Einkommen. Klasse 5 für Verheiratete, wenn der Partner Klasse 3 hat. Klasse 6 für Zweit- und Nebenjobs (höchste Abzüge).

Die Kombination 3/5 lohnt sich, wenn ein Partner deutlich mehr verdient (mindestens 60/40-Verhältnis). Der Besserverdiener wählt Klasse 3 (niedrigere Abzüge), der Geringverdiener Klasse 5 (höhere Abzüge). Unterm Strich habt ihr monatlich mehr Netto. Achtung: Bei der Steuererklärung kann eine Nachzahlung entstehen! Bei ähnlichen Gehältern ist 4/4 oder 4/4 mit Faktorverfahren oft besser.

Noch Fragen? Die Berechnung basiert auf dem PAP 2026 des Bundesfinanzministeriums. Details in der Methodik, Fragen gern über das Kontaktformular.

ℹ️ Lohnsteuer nach PAP-Logik mit dem Tarif 2027 aus dem Regierungsentwurf, Sozialabgaben mit den Werten 2027 aus den Verordnungs- und Gesetzentwürfen. Noch nicht beschlossen, kann sich im Verfahren ändern.Für rechtsverbindliche Auskünfte: Finanzamt oder Steuerberater.

Berechnung für Standard-Arbeitnehmerfälle. Individuelle Freibeträge, Grenzgänger-Regelungen, Sonderzahlungen, Kurzarbeitergeld oder mehrere Arbeitsverhältnisse werden nicht berücksichtigt.

Datenquellen: BMF, BMG, Bundesregierung, bundeshaushalt.de. Stand: 4. November 2026

Steuerreform 2027: Was ändert sich beim Netto?

2027 wirken zwei Reformen gegeneinander. Die Einkommensteuerreform senkt die Lohnsteuer bei typischen Gehältern um 10 bis 20 € im Monat. Gleichzeitig steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und für Kinderlose der Pflege-Zuschlag. Unterm Strich bleibt Kinderlosen fast dasselbe Netto wie 2026, Eltern rund 7 bis 12 € mehr, oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sogar weniger. Der Rechner oben rechnet alles zusammen:

  • Einkommensteuer (Regierungsentwurf, Kabinett 2. September 2026): Der Grundfreibetrag steigt auf 12.564 EUR (2027) und 12.900 EUR (2028), von heute 12.348 EUR. Der Arbeitnehmerpauschbetrag steigt um 200 EUR auf 1.430 EUR, das Kindergeld von 259 EUR auf 267 EUR (2027) und 272 EUR (2028), der Kinderfreibetrag auf 10.056 EUR (2027) und 10.236 EUR (2028). Die zweite Progressionszone (17.800 bis 70.600 EUR) wird abgeflacht, der Spitzensteuersatz von 42 % greift erst ab rund 70.600 EUR. Gegenfinanziert wird über 45 % schon ab 250.000 EUR und neu 47 % ab 280.000 EUR, über die Minijob-Pauschsteuer (2 auf 5 %) und über die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (20 auf 15 %, Höchstbetrag 900 statt 1.200 EUR): 9,86 Mrd. EUR Entlastung stehen 4,26 Mrd. EUR Gegenfinanzierung gegenüber. Die volle Wirkung wird erst 2028 erreicht, für 2027 rechnet das Ministerium mit rund 3 Mrd. EUR. Erste Lesung im Bundestag war am 8. Oktober 2026, der Bundesrat hat am 16. Oktober im ersten Durchgang Stellung genommen, am 4. November hat der Finanzausschuss Sachverständige angehört. Noch offen: Schlussabstimmung im Bundestag (Termin steht noch nicht fest) und Zustimmung des Bundesrats. Der Entwurf ist umstritten, weil die kalte Progression erstmals seit 2016 nicht ausgeglichen wird.
  • Kranken- und Pflegeversicherung (Gesetz): Die Beitragsbemessungsgrenze steigt 2027 außerordentlich um 300 EUR/Monat, von 5.813 € (2026) auf 6.375 € im Monat laut Rechengrößenverordnung (Kabinett 7. Oktober 2026, Bundesrat steht aus). Die Pflege-Grenze zieht mit.
  • Kinderlosenzuschlag (Kabinett 30. September 2026): Kinderlose ab 23 sollen in der Pflegeversicherung 0,9 statt 0,6 Prozentpunkte Zuschlag zahlen, bei 3.000 EUR brutto 9 EUR mehr im Monat. Die erste Lesung im Bundestag ist am 5. November, Schlussabstimmung und Bundesrat sind für Dezember geplant. Die zuvor geplante Anhebung der Pflege-Grenze auf die JAEG hat das Kabinett gestrichen.
  • Rentenbeitrag: Bleibt nach aktuellem Stand 2027 bei 18,6 %, so rechnen der Rentenversicherungsbericht und der Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Die zeitweise genannten 18,8 % stammen aus einem älteren Entwurf. Verbindlich wird der Satz mit der Beitragssatzverordnung bis Jahresende, der größere Sprung wird für 2028 erwartet.

Wie viel dich die Sozialabgaben-Reform 2027 persönlich kostet, rechnet der Sozialabgaben-2027-Rechner auf den Euro genau aus.

Netto 2027 im Vergleich zu 2026

Typische Monatsgehälter, einmal mit den Werten für 2026 und einmal mit denen für 2027 gerechnet. Alles andere bleibt gleich. So siehst du, was die Reformen für dich unterm Strich bedeuten.

Brutto / MonatNetto 2026Netto 2027Differenz
2.500 €1.769 €1.771 €+2 €
3.500 €2.333 €2.334 €+1 €
4.500 €2.871 €2.872 €+1 €
5.500 €3.383 €3.383 €+1 €
7.000 €4.180 €4.145 €−34 €

Steuerklasse I, die letzte Spalte Steuerklasse III. Gesetzlich versichert, kinderlos, keine Kirchensteuer, Baden-Württemberg. Beide Jahre rechnen mit 2,9 % durchschnittlichem Zusatzbeitrag: Für 2027 hat das Gesundheitsministerium am 30. Oktober denselben Wert festgelegt. Viele Kassen liegen darüber.

Alle Gehälter von 1.500 bis 12.000 € mit und ohne Kinder: Ab welchem Gehalt bleibt 2027 weniger netto?

So funktioniert der Brutto Netto Rechner 2027

Der Brutto-Netto-Rechner 2027 nutzt dieselbe geprüfte Engine wie unser normaler Gehaltsrechner, nur mit den Werten für 2027. Er ist Lohnrechner und Lohnsteuerrechner in einem: Er rechnet die Lohnsteuer 2027 nach dem neuen Tarif und zieht alle Abzüge ab, die dein Nettogehalt bestimmen:

  • Lohnsteuer & Steuerklasse: alle Steuerklassen I–VI, Grundfreibetrag, Progression und Kinderfreibeträge.
  • Sozialabgaben: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung inklusive Beitragsbemessungsgrenzen und KV-Zusatzbeitrag.
  • Soli & Kirchensteuer: Solidaritätszuschlag nur oberhalb der Freigrenze, Kirchensteuer je nach Bundesland (8 oder 9 %).
  • Kinder & Krankenversicherung: Kinderlosenzuschlag in der Pflege, gesetzliche oder private Krankenversicherung, Bundesland.

Wie sicher sind die Zahlen für 2027?

Der Steuertarif stammt aus dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027, die Grenzwerte der Sozialversicherung aus der vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung, der Kinderlosenzuschlag aus dem Kabinettsentwurf der Pflegereform, der durchschnittliche Zusatzbeitrag aus der Festlegung des Gesundheitsministeriums (2,9 %). Im Bundestag kann sich daran noch etwas ändern. Noch auf dem Stand von 2026 sind die Feinheiten für Steuerklasse V und VI: Den Programmablaufplan 2027 gibt es bisher nur als Entwurf des Finanzministeriums vom 8. Oktober, wir übernehmen die endgültige Fassung. Wir ziehen jede Änderung nach. Wer sein Netto für das laufende Jahr braucht, nutzt den Brutto-Netto-Rechner 2026.

Stand, Methodik & Quellen

Stand

Redaktion & Review

netto-check.de Redaktion

Fachlicher Quellenabgleich gegen offizielle Veröffentlichungen

Methodik

Rechenlogik, Annahmen und Grenzen transparent dokumentiert.

Methodik & Quellen öffnen

Primärquellen

BMF Einkommensteuerreformgesetz 2027

Regierungsentwurf, vom Kabinett am 2. September 2026 beschlossen, erste Lesung im Bundestag am 8. Oktober 2026 (Drucksache 21/8235), seitdem im Finanzausschuss, öffentliche Anhörung am 4. November 2026, Termin für die Schlussabstimmung offen. Stellungnahme des Bundesrats im ersten Durchgang am 16. Oktober 2026 (Drucksache 507/26), nicht bindend (Referentenentwurf 18. August 2026, Koalitionseinigung 1. Juli 2026). Entlastung: Grundfreibetrag 12.564 EUR (2027) und 12.900 EUR (2028), Kindergeld 267 und 272 EUR, Kinderfreibetrag 10.056 und 10.236 EUR, Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.430 EUR, abgeflachte zweite Progressionszone bis 70.600 EUR. Gegenfinanzierung: 45 % ab 250.000 und 47 % ab 280.000 EUR, Minijob-Pauschsteuer von 2 auf 5 %, Handwerkerleistungen von 20 auf 15 % mit Höchstbetrag 900 statt 1.200 EUR. Volumen 9,86 Mrd. EUR Entlastung gegen 4,26 Mrd. EUR Gegenfinanzierung. Zweite und dritte Lesung sowie Bundesrat stehen aus; Kritik vor allem am fehlenden Ausgleich der kalten Progression.

BMAS Rechengrößen 2027 (Kabinett)

Kabinettsbeschluss 7.10.2026, Werte unverändert gegenüber dem Referentenentwurf vom 21.9.2026: BBG KV/PV 76.500 EUR/Jahr (6.375 EUR/Monat), JAEG 84.150 EUR, BBG RV/AV 8.850 EUR/Monat, Bezugsgröße 4.130 EUR/Monat, Lohnentwicklung 4,38 %. Zustimmung des Bundesrats steht aus (Sitzung 20.11.2026).

BMG GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

BStabG: außerordentliche Anhebung von BBG und JAEG (KV) um je 300 EUR/Monat zum 1.1.2027 (von Bundestag und Bundesrat am 10.7.2026 beschlossen, am 29.7.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet)

Bundesregierung Pflegeneuordnungsgesetz

Kabinettsbeschluss 30.9.2026: Kinderlosenzuschlag Pflege 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte ab 1.1.2027, allgemeiner Beitragssatz bleibt 3,6 %, Pflege-BBG steigt analog zur KV um 300 EUR statt auf die JAEG (Referentenentwurf 5.6.2026). Erste Lesung im Bundestag am 5.11.2026 (Bundestag Textarchiv kw45), Schlussabstimmung und Bundesrat für Dezember geplant.

Häufige Fragen zum Brutto-Netto-Rechner 2027

Wie viel Netto bleibt 2027 von meinem Brutto?+
Bei den meisten Gehältern fast genauso viel wie 2026. Die Einkommensteuerreform senkt die Lohnsteuer bei typischen Gehältern um 10 bis 20 EUR im Monat, gleichzeitig steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und für Kinderlose der Pflege-Zuschlag. Bei 4.500 EUR brutto in Steuerklasse I, kinderlos, liegt das Netto 2027 damit praktisch auf dem Niveau von 2026, mit Kind rund 10 EUR darüber. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (2027: 6.375 EUR im Monat) bleibt spürbar weniger übrig. Trag dein Bruttogehalt oben ein, dann siehst du dein persönliches Netto 2027.
Was bringt die Steuerreform 2027 netto?+
Aus dem Koalitionsbeschluss vom 1. Juli 2026 ist ein Regierungsentwurf geworden: Das Bundeskabinett hat das Einkommensteuerreformgesetz 2027 am 2. September 2026 beschlossen. Der Grundfreibetrag steigt demnach 2027 auf 12.564 EUR und 2028 auf 12.900 EUR, der Arbeitnehmerpauschbetrag um 200 EUR auf 1.430 EUR, das Kindergeld von 259 EUR auf 267 EUR (2027) und 272 EUR (2028), der Kinderfreibetrag auf 10.056 EUR (2027) und 10.236 EUR (2028). Die zweite Progressionszone wird abgeflacht, der Spitzensteuersatz von 42 % greift ab 70.601 EUR. Gegenfinanziert wird über 45 % ab 250.000 EUR und neu 47 % ab 280.000 EUR zu versteuerndem Einkommen, über die Minijob-Pauschsteuer (2 auf 5 %) und über die gekürzte Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (20 auf 15 %, Höchstbetrag 900 statt 1.200 EUR). Bei typischen Gehältern sinkt die Lohnsteuer um 10 bis 20 EUR im Monat. Der Rechner oben rechnet bereits mit diesem Tarif. Noch ist es ein Entwurf: Der Bundesrat hat am 16. Oktober 2026 Änderungswünsche angemeldet, am 4. November hat der Finanzausschuss Sachverständige angehört, jetzt müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen. Umstritten ist vor allem, dass die kalte Progression erstmals seit 2016 nicht ausgeglichen wird.
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2027?+
Nach dem Einkommensteuerreformgesetz 2027, das am 2. September 2026 das Bundeskabinett passiert hat, steigt der Grundfreibetrag zum 1. Januar 2027 um 216 EUR auf 12.564 EUR und zum 1. Januar 2028 um weitere 336 EUR auf 12.900 EUR. Ein Regierungsentwurf ist noch kein geltendes Recht: Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen, die Zahl kann sich im Verfahren also noch ändern. Der Brutto-Netto-Rechner 2027 rechnet bereits mit den 12.564 EUR, der Rechner für 2026 mit dem geltenden Wert von 12.348 EUR.
Grundfreibetrag 2027: 12.564, 12.900 oder 13.500 EUR?+
Alle drei Zahlen kursieren, und sie meinen Verschiedenes. Die 12.564 EUR sind der Wert für 2027 aus dem Regierungsentwurf, das ist die Zahl, um die es für das kommende Jahr geht. Die 12.900 EUR sind die zweite Stufe, sie greift erst 2028. Die 13.500 EUR waren eine Verhandlungsposition der Union aus dem Vorfeld und wurden nie beschlossen; wer eine Seite sieht, die damit rechnet, sollte den Wert nicht für seine Planung übernehmen.
Wer zahlt für die Entlastung 2027?+
Der Regierungsentwurf stellt 9,86 Mrd. EUR Entlastung rund 4,26 Mrd. EUR Gegenfinanzierung gegenüber, und die kommt aus drei Quellen. Erstens sehr hohe Einkommen: Die Reichensteuer von 45 % greift künftig schon ab 250.000 EUR statt ab rund 277.800 EUR, dazu kommt eine neue Stufe von 47 % ab 280.000 EUR zu versteuerndem Einkommen. Zweitens Minijobs: Die einheitliche Pauschsteuer steigt von 2 auf 5 % des Arbeitsentgelts. Bei 550 EUR Minijob sind das 27,50 EUR statt 11 EUR im Monat. Diese Pauschale trägt in der Standardkonstellation der Arbeitgeber, am Netto der Minijobberinnen und Minijobber ändert sich dadurch nichts, teurer wird die Beschäftigung für den Betrieb. Drittens Handwerkerleistungen: Die Steuerermäßigung nach § 35a EStG sinkt von 20 auf 15 % der Arbeitskosten, der Höchstbetrag von 1.200 auf 900 EUR im Jahr. Wer 2026 noch eine größere Handwerkerrechnung erwartet, sollte auf das Rechnungsdatum achten.
Was ändert sich 2027 bei den Sozialabgaben gegenüber 2026?+
Sicher beschlossen ist das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2027 außerordentlich um 300 EUR/Monat, laut der am 7. Oktober 2026 vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung auf 6.375 EUR. Die Grenze der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt auf 8.850 EUR. Dazu kommt laut Kabinettsentwurf der Pflegereform vom 30. September 2026 ein höherer Kinderlosenzuschlag in der Pflege (0,9 statt 0,6 Prozentpunkte), der alle Kinderlosen ab 23 betrifft; Bundestag und Bundesrat stehen dafür noch aus. Die zuvor geplante Anhebung der Pflege-Grenze auf die JAEG ist gestrichen. Der Rentenbeitrag bleibt nach aktuellem Stand bei 18,6 %. Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag 2027 hat das Gesundheitsministerium am 30. Oktober 2026 auf 2,9 % festgelegt, so viel wie 2026; die einzelnen Kassen können darüber liegen.
Wie genau ist der Brutto Netto Rechner 2027?+
Er rechnet mit derselben Engine wie unser Rechner für 2026, nur mit den Werten für 2027: Steuertarif, Grundfreibetrag und Arbeitnehmer-Pauschbetrag aus dem Regierungsentwurf, Beitragsbemessungsgrenzen aus der vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung, Kinderlosenzuschlag 0,9 Prozentpunkte, Rentenbeitrag 18,6 % und durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 %, wie vom Gesundheitsministerium festgelegt. Noch auf dem Stand von 2026 sind die Grenzbeträge für Steuerklasse V und VI: Der Programmablaufplan 2027 liegt bisher nur als Entwurf vom 8. Oktober 2026 vor. Ändert sich im Gesetzgebungsverfahren etwas, ziehen wir es nach.
Für wen ändert sich 2027 am meisten?+
Für Gutverdiener. Wer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient (2026 rund 5.812 EUR/Monat in der Kranken-/Pflegeversicherung), zahlt 2027 durch die BBG-Anhebung um 300 EUR mehr Kranken- und Pflegebeitrag, dazu greift die höhere Grenze in der Rentenversicherung. Kinderlose zahlen laut Kabinettsentwurf zusätzlich einen höheren Pflege-Zuschlag, bei 3.000 EUR brutto rund 9 EUR im Monat. Wie viel die Sozialabgaben-Reform genau ausmacht, rechnet unser Sozialabgaben-2027-Rechner aus. Für Eltern unterhalb der Grenzen bleibt das Netto weitgehend stabil.
Steigt 2027 der Rentenbeitrag?+
Nach aktuellem Stand nicht: Der Rentenversicherungsbericht 2025 und der Haushaltsentwurf 2027 der Bundesregierung rechnen weiter mit 18,6 %, die Nachhaltigkeitsrücklage fängt das Jahr noch ab. Die 18,8 %, die zeitweise kursierten, stammen aus dem Entwurf zum Rentenpaket vom August 2025 und aus einer DRV-Warnung für den Fall einer Zuschusskürzung um 4 Mrd. EUR; im Haushaltsentwurf ist es nur 1 Mrd. EUR. Verbindlich festgelegt wird der Satz mit der Beitragssatzverordnung bis Jahresende. Der größere Sprung folgt 2028: Der Rentenversicherungsbericht nennt 19,8 %, aktuelle DRV-Modellrechnungen eher 19,9 %. Der Rechner 2027 rechnet mit 18,6 %.
Ab wann gelten die endgültigen 2027-Werte?+
Ab dem 1. Januar 2027, sofern Bundestag und Bundesrat die Reformen bis dahin beschließen. Die Einkommensteuerreform hat der Bundestag am 8. Oktober 2026 in erster Lesung beraten, der Bundesrat hat am 16. Oktober Stellung genommen, die Anhörung im Finanzausschuss war am 4. November, ein Termin für die Schlussabstimmung steht noch nicht fest. Den höheren Kinderlosenzuschlag (Pflegereform) berät der Bundestag am 5. November in erster Lesung. Die Rechengrößenverordnung hat das Kabinett am 7. Oktober beschlossen, der Bundesrat entscheidet am 20. November. Fest steht bereits der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,9 %, festgelegt vom Gesundheitsministerium am 30. Oktober. Den Programmablaufplan für die Lohnsteuer hat das Finanzministerium mit Schreiben vom 8. Oktober als Entwurf vorgelegt, die endgültige Fassung folgt. Wir übernehmen jeden dieser Schritte, sobald er da ist.
Kann ich damit meine Lohnsteuer 2027 berechnen?+
Ja. Der Rechner zeigt Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer 2027 getrennt, gerechnet mit dem Tarif aus dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 und dem Programmablaufplan des Finanzministeriums. Unter dem Ergebnis steht, wie sich Steuern und Sozialabgaben gegenüber 2026 verändern. Für Steuerklasse V und VI gelten noch die Grenzbeträge von 2026, bis der Programmablaufplan 2027 endgültig vorliegt.
Rechnet der Brutto Netto Rechner 2027 mit meiner Steuerklasse?+
Ja. Der Rechner nutzt dieselbe Engine wie unser normaler Brutto-Netto-Rechner: Du kannst Steuerklasse (I bis VI), Bundesland, Kirchensteuer, Zahl der Kinder, gesetzliche oder private Krankenversicherung und den Zusatzbeitrag einstellen. Für das Netto 2027 macht vor allem die Steuerklasse einen großen Unterschied. Trag deine Werte oben ein, dann bekommst du deine persönliche Schätzung statt eines Durchschnitts.
Was ist der Unterschied zwischen dem Brutto Netto Rechner 2027 und dem normalen Rechner?+
Die Rechenlogik ist identisch, nur die Werte unterscheiden sich: Der normale Rechner nutzt die geltenden Werte für 2026, der 2027-Rechner den Steuertarif und die Sozialabgaben für 2027 auf Entwurfsstand. Wer sein Netto für das laufende Jahr braucht, nutzt den normalen Rechner; wer planen will, was ab Januar übrig bleibt, den 2027-Rechner.
Bleibt mein Netto 2027 bei gleichem Brutto gleich?+
Ungefähr. Die niedrigere Lohnsteuer und die höheren Sozialabgaben gleichen sich bei typischen Gehältern fast aus: Kinderlose landen beim Netto von 2026, meist ein bis zwei Euro darüber, Eltern rund 7 bis 12 EUR darüber. Spürbar weniger bleibt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen. Erhöht deine Krankenkasse 2027 ihren Zusatzbeitrag, kostet jeder Prozentpunkt bei 4.000 EUR Brutto rund 20 EUR netto im Monat.