Brutto Netto Rechner 2027
Was 2027 von deinem Gehalt übrig bleibt: gerechnet mit dem neuen Steuertarif, den höheren Beitragsbemessungsgrenzen und den Beitragssätzen für 2027, direkt im Vergleich zu deinem Netto 2026.
Stand 4. November 2026: Der Steuertarif stammt aus dem Regierungsentwurf, den der Bundestag seit dem 8. Oktober berät, die Grenzwerte aus der vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung, der Zusatzbeitrag ist vom Gesundheitsministerium festgelegt. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.
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Steuerklasse
Ledig, geschieden, verwitwet
Wichtig für den Kirchensteuersatz und für Sachsen (Pflegeversicherung).
Krankenversicherung
Leer = Durchschnitt (2,9 %)
So wird dein Bruttogehalt aufgeteilt
Brutto: 5.000,00 € pro Monat
≈ 37.570 € Netto pro Jahr
Dein Netto 2027 gegenüber 2026
Mit deinen Angaben 3.130,84 € netto 2027 statt 3.130,09 € in 2026, also +0,75 € im Monat.
Steuern 15,75 € weniger, Sozialabgaben 15,00 € mehr.
2027 mit dem Steuertarif aus dem Regierungsentwurf und den Sozialversicherungswerten für 2027. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.
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Weitere Rechner und Erklärungen
Gehalt & Job
- Gehaltserhöhung
Wie viel von mehr Brutto netto bleibt.
- Mindestlohn
Netto beim gesetzlichen Mindestlohn.
- Werkstudent
Netto mit Werkstudentenprivileg.
- Dienstwagen
1-%-Regel und E-Auto: was der Wagen netto kostet.
Paare & Familie
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III/V, IV/IV oder Faktor für Ehepaare.
- Ehegattensplitting
Euer Splittingvorteil pro Jahr.
- Splittingtabelle
Einkommensteuer für Verheiratete nachschlagen.
Steuern & Rente
- Pendlerpauschale
Fahrtkosten und Bahntickets absetzen.
- Verspätungszuschlag
Was eine späte Steuererklärung kostet.
- Rente
Bruttorente, Rentenlücke und Aktivrente.
- Wofür zahle ich Steuern?
Dein Steuer-Euro im Bundeshaushalt.
Häufig gestellte Fragen
Alles Wichtige zu Brutto, Netto, Steuern und Sozialabgaben
Brutto ist dein Gehalt vor Abzügen – der Betrag, der in deinem Arbeitsvertrag steht. Netto ist das, was tatsächlich auf deinem Konto landet, nachdem Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) abgezogen wurden. Bei einem Bruttogehalt von 5.000 € bleiben in Steuerklasse 1 etwa 3.200 € netto übrig – also rund 64%.
Die Abzüge variieren je nach Gehaltshöhe, Steuerklasse und persönlichen Faktoren. Im Durchschnitt werden etwa 35-45% vom Brutto abgezogen. Davon entfallen ca. 20% auf Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil) und 15-25% auf Steuern. Bei niedrigen Einkommen ist der Steueranteil geringer, bei hohen Einkommen kann er über 30% betragen.
Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich zum Bruttogehalt noch Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung – insgesamt etwa 20-21% on top. Bei 5.000 € Brutto kostet der Arbeitnehmer also ca. 6.000 € (Arbeitgeber-Brutto). Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Krankenversicherung (7,3% + halber Zusatzbeitrag), Rentenversicherung (9,3 %), Arbeitslosenversicherung (1,3%) und Pflegeversicherung (1,8 %).
Der Grundfreibetrag 2026 beträgt 12.348 € pro Jahr (1.029 € pro Monat). Bis zu diesem Einkommen zahlst du keine Einkommensteuer – das Existenzminimum bleibt steuerfrei. Der Grundfreibetrag wird jährlich angepasst und ist bereits in der Lohnsteuerberechnung berücksichtigt. Für Verheiratete mit Zusammenveranlagung verdoppelt sich der Betrag auf 24.696 €.
Es gibt 6 Steuerklassen: Klasse 1 für Ledige, Geschiedene oder getrennt Lebende. Klasse 2 für Alleinerziehende mit Kind im Haushalt (zusätzlicher Entlastungsbetrag von 4.260 €). Klasse 3 für Verheiratete, wenn der Partner Klasse 5 hat – optimal für den Besserverdiener. Klasse 4 für Verheiratete mit ähnlichem Einkommen. Klasse 5 für Verheiratete, wenn der Partner Klasse 3 hat. Klasse 6 für Zweit- und Nebenjobs (höchste Abzüge).
Die Kombination 3/5 lohnt sich, wenn ein Partner deutlich mehr verdient (mindestens 60/40-Verhältnis). Der Besserverdiener wählt Klasse 3 (niedrigere Abzüge), der Geringverdiener Klasse 5 (höhere Abzüge). Unterm Strich habt ihr monatlich mehr Netto. Achtung: Bei der Steuererklärung kann eine Nachzahlung entstehen! Bei ähnlichen Gehältern ist 4/4 oder 4/4 mit Faktorverfahren oft besser.
Ja, ein Steuerklassenwechsel ist einmal pro Jahr möglich, bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Trennung auch mehrfach. Den Antrag stellst du beim Finanzamt oder online über ELSTER. Bei Verheirateten müssen beide Partner den Wechsel gemeinsam beantragen. Der Wechsel gilt ab dem Folgemonat nach Antragstellung.
Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die direkt vom Arbeitgeber einbehalten wird. Die Berechnung basiert auf dem zu versteuernden Einkommen nach Abzug von Freibeträgen und Pauschalen. Der Steuersatz ist progressiv: Er beginnt bei 14% (Eingangssteuersatz) und steigt bis auf 42% (ab ca. 67.000 €) bzw. 45% (Reichensteuer ab ca. 278.000 €).
Der Solidaritätszuschlag ("Soli") wurde 1991 zur Finanzierung der deutschen Einheit eingeführt und beträgt 5,5% der Lohnsteuer. Seit 2021 zahlen etwa 90% der Steuerzahler keinen Soli mehr. Die Freigrenze liegt 2026 bei 20.350 € Lohnsteuer pro Jahr. Erst darüber wird der Soli fällig, zunächst mit reduziertem Satz (Milderungszone).
Die Kirchensteuer beträgt 8% (Bayern und Baden-Württemberg) oder 9% (alle anderen Bundesländer) der Lohnsteuer – nicht vom Brutto! Sie wird nur von Mitgliedern einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft gezahlt. Bei 2.000 € monatlicher Lohnsteuer sind das etwa 160-180 € Kirchensteuer. Durch einen Kirchenaustritt beim Standesamt oder Amtsgericht entfällt diese Abgabe ab dem Folgemonat.
Deine Steuern werden auf verschiedene Ebenen verteilt: Bund (38,6%), Länder (41,6%), Gemeinden (15,5%) und EU (4,3%). Die größten gut sichtbaren Posten im Bundeshaushalt 2026 sind der Zuschuss zur Rentenversicherung (127,84 Mrd. €), Verteidigung (82,69 Mrd. €), Zinszahlungen auf Staatsschulden (30,20 Mrd. €) und Bürgergeld & Sozialhilfe (28,05 Mrd. €). Die Länder finanzieren hauptsächlich Bildung und Polizei, die Gemeinden Kitas und lokale Infrastruktur.
Die Beitragssätze 2026 (Arbeitnehmer + Arbeitgeber) lauten: Krankenversicherung 14,6% + Zusatzbeitrag (Ø 2,9 %), Pflegeversicherung 3,6% (Kinderlose ab 23: +0,6%), Rentenversicherung 18,6%, Arbeitslosenversicherung 2,6%. Der Arbeitnehmeranteil beträgt insgesamt etwa 20-21% vom Brutto. Die Beiträge werden nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze berechnet.
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist der Maximalbetrag, bis zu dem Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden. 2026 gilt: Renten-/Arbeitslosenversicherung 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr) bundesweit einheitlich. Kranken-/Pflegeversicherung 5.812,50 €/Monat (69.750 €/Jahr). Gehalt oberhalb dieser Grenzen ist beitragsfrei.
Die allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2026 liegt bei 77.400 € brutto pro Jahr (6.450 €/Monat). Erst wenn dein regelmäßiges Gehalt diese Grenze überschreitet, kannst du als Arbeitnehmer regulär in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Die Grenze muss voraussichtlich auch im Folgejahr überschritten werden. Für bestimmte Bestandsfälle gilt eine besondere Grenze.
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung beträgt 18,6% vom Brutto, je zur Hälfte von Arbeitnehmer (9,3 %) und Arbeitgeber (9,3 %) getragen. Bei 5.000 € Brutto zahlst du 465 €, dein Arbeitgeber ebenfalls 465 € – zusammen 930 € monatlich. Zusätzlich fließen rund 127,84 Mrd. € jährlich aus dem Bundeshaushalt als Zuschuss in die Rentenkasse; das entspricht etwa 24,4% des gesamten Bundeshaushalts 2026.
Bei einem 603 €-Minijob (2026) trägt der Arbeitgeber in vielen Standardfällen die pauschalen Abgaben: 13% Krankenversicherung, 15% Rentenversicherung, 2% Pauschalsteuer sowie Umlagen. Für dich fällt standardmäßig nur der RV-Eigenanteil von 3,6 % an; auf Antrag kannst du dich davon befreien lassen. Ein pauschal versteuerter Minijob neben dem Hauptjob wird in vielen Standardfällen getrennt behandelt.
Im Übergangsbereich (603 € bis 2.000 € monatlich) zahlst du reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Der Arbeitnehmeranteil steigt gleitend von ca. 0% auf den vollen Satz. Bei 1.000 € brutto zahlst du etwa 10% SV-Beiträge statt 20%. Der Arbeitgeber zahlt von Anfang an den vollen Anteil. Die Rentenansprüche basieren trotzdem auf dem vollen Brutto.
Kinder wirken sich mehrfach aus: 1) Kinderfreibetrag (9.756 € pro Kind/Jahr) – das Finanzamt prüft automatisch, ob Freibetrag oder Kindergeld günstiger ist. 2) Pflegeversicherung: Der Zuschlag für Kinderlose (0,6%) entfällt, ab dem 2. berücksichtigungsfähigen Kind unter 25 sinkt der Beitrag um je 0,25% (max. -1,0%). In Sachsen liegt der Arbeitnehmeranteil zusätzlich 0,5 Prozentpunkte höher. 3) Steuerklasse 2 für Alleinerziehende bringt einen zusätzlichen Entlastungsbetrag. Mit Kindern kann das Netto spürbar höher sein.
Weihnachtsgeld und andere Einmalzahlungen werden nach der Jahreslohnsteuertabelle versteuert. Das bedeutet oft höhere Abzüge als beim regulären Gehalt, weil das Jahreseinkommen hochgerechnet wird. Die Sozialversicherungsbeiträge werden normal berechnet, sofern die Beitragsbemessungsgrenze noch nicht erreicht ist. Ein Netto-Anteil von 50-60% bei Sonderzahlungen ist üblich.
Unser Rechner basiert auf dem offiziellen Programmablaufplan (PAP) 2026 des Bundesfinanzministeriums und den aktuellen Sozialversicherungswerten. Für typische Arbeitnehmerfälle liefert er eine gute Orientierung; Abweichungen zur echten Lohnabrechnung können unter anderem durch Freibeträge, betriebliche Altersvorsorge, geldwerte Vorteile, vermögenswirksame Leistungen, Sonderzahlungen, mehrere Jobs oder individuelle Krankenkassenwerte entstehen.
Häufige Gründe für Abweichungen: 1) Eingetragene Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, 2) Betriebliche Altersvorsorge (reduziert das Brutto), 3) Geldwerte Vorteile wie Firmenwagen oder Jobticket, 4) Vermögenswirksame Leistungen, 5) Anderer KV-Zusatzbeitrag als der Durchschnitt, 6) Einmalzahlungen werden anders berechnet. Vergleiche die Einzelposten auf deiner Lohnabrechnung mit dem Rechner.
Noch Fragen? Die Berechnung basiert auf dem PAP 2026 des Bundesfinanzministeriums. Details in der Methodik, Fragen gern über das Kontaktformular.
ℹ️ Lohnsteuer nach PAP-Logik mit dem Tarif 2027 aus dem Regierungsentwurf, Sozialabgaben mit den Werten 2027 aus den Verordnungs- und Gesetzentwürfen. Noch nicht beschlossen, kann sich im Verfahren ändern.Für rechtsverbindliche Auskünfte: Finanzamt oder Steuerberater.
Berechnung für Standard-Arbeitnehmerfälle. Individuelle Freibeträge, Grenzgänger-Regelungen, Sonderzahlungen, Kurzarbeitergeld oder mehrere Arbeitsverhältnisse werden nicht berücksichtigt.
Datenquellen: BMF, BMG, Bundesregierung, bundeshaushalt.de. Stand: 4. November 2026
Steuerreform 2027: Was ändert sich beim Netto?
2027 wirken zwei Reformen gegeneinander. Die Einkommensteuerreform senkt die Lohnsteuer bei typischen Gehältern um 10 bis 20 € im Monat. Gleichzeitig steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und für Kinderlose der Pflege-Zuschlag. Unterm Strich bleibt Kinderlosen fast dasselbe Netto wie 2026, Eltern rund 7 bis 12 € mehr, oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sogar weniger. Der Rechner oben rechnet alles zusammen:
- Einkommensteuer (Regierungsentwurf, Kabinett 2. September 2026): Der Grundfreibetrag steigt auf 12.564 EUR (2027) und 12.900 EUR (2028), von heute 12.348 EUR. Der Arbeitnehmerpauschbetrag steigt um 200 EUR auf 1.430 EUR, das Kindergeld von 259 EUR auf 267 EUR (2027) und 272 EUR (2028), der Kinderfreibetrag auf 10.056 EUR (2027) und 10.236 EUR (2028). Die zweite Progressionszone (17.800 bis 70.600 EUR) wird abgeflacht, der Spitzensteuersatz von 42 % greift erst ab rund 70.600 EUR. Gegenfinanziert wird über 45 % schon ab 250.000 EUR und neu 47 % ab 280.000 EUR, über die Minijob-Pauschsteuer (2 auf 5 %) und über die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (20 auf 15 %, Höchstbetrag 900 statt 1.200 EUR): 9,86 Mrd. EUR Entlastung stehen 4,26 Mrd. EUR Gegenfinanzierung gegenüber. Die volle Wirkung wird erst 2028 erreicht, für 2027 rechnet das Ministerium mit rund 3 Mrd. EUR. Erste Lesung im Bundestag war am 8. Oktober 2026, der Bundesrat hat am 16. Oktober im ersten Durchgang Stellung genommen, am 4. November hat der Finanzausschuss Sachverständige angehört. Noch offen: Schlussabstimmung im Bundestag (Termin steht noch nicht fest) und Zustimmung des Bundesrats. Der Entwurf ist umstritten, weil die kalte Progression erstmals seit 2016 nicht ausgeglichen wird.
- Kranken- und Pflegeversicherung (Gesetz): Die Beitragsbemessungsgrenze steigt 2027 außerordentlich um 300 EUR/Monat, von 5.813 € (2026) auf 6.375 € im Monat laut Rechengrößenverordnung (Kabinett 7. Oktober 2026, Bundesrat steht aus). Die Pflege-Grenze zieht mit.
- Kinderlosenzuschlag (Kabinett 30. September 2026): Kinderlose ab 23 sollen in der Pflegeversicherung 0,9 statt 0,6 Prozentpunkte Zuschlag zahlen, bei 3.000 EUR brutto 9 EUR mehr im Monat. Die erste Lesung im Bundestag ist am 5. November, Schlussabstimmung und Bundesrat sind für Dezember geplant. Die zuvor geplante Anhebung der Pflege-Grenze auf die JAEG hat das Kabinett gestrichen.
- Rentenbeitrag: Bleibt nach aktuellem Stand 2027 bei 18,6 %, so rechnen der Rentenversicherungsbericht und der Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Die zeitweise genannten 18,8 % stammen aus einem älteren Entwurf. Verbindlich wird der Satz mit der Beitragssatzverordnung bis Jahresende, der größere Sprung wird für 2028 erwartet.
Wie viel dich die Sozialabgaben-Reform 2027 persönlich kostet, rechnet der Sozialabgaben-2027-Rechner auf den Euro genau aus.
Netto 2027 im Vergleich zu 2026
Typische Monatsgehälter, einmal mit den Werten für 2026 und einmal mit denen für 2027 gerechnet. Alles andere bleibt gleich. So siehst du, was die Reformen für dich unterm Strich bedeuten.
| Brutto / Monat | Netto 2026 | Netto 2027 | Differenz | 2027, Stkl. III |
|---|---|---|---|---|
| 2.500 € | 1.769 € | 1.771 € | +2 € | 1.949 € |
| 3.500 € | 2.333 € | 2.334 € | +1 € | 2.630 € |
| 4.500 € | 2.871 € | 2.872 € | +1 € | 3.222 € |
| 5.500 € | 3.383 € | 3.383 € | +1 € | 3.796 € |
| 7.000 € | 4.180 € | 4.145 € | −34 € | 4.685 € |
Steuerklasse I, die letzte Spalte Steuerklasse III. Gesetzlich versichert, kinderlos, keine Kirchensteuer, Baden-Württemberg. Beide Jahre rechnen mit 2,9 % durchschnittlichem Zusatzbeitrag: Für 2027 hat das Gesundheitsministerium am 30. Oktober denselben Wert festgelegt. Viele Kassen liegen darüber.
Alle Gehälter von 1.500 bis 12.000 € mit und ohne Kinder: Ab welchem Gehalt bleibt 2027 weniger netto?
So funktioniert der Brutto Netto Rechner 2027
Der Brutto-Netto-Rechner 2027 nutzt dieselbe geprüfte Engine wie unser normaler Gehaltsrechner, nur mit den Werten für 2027. Er ist Lohnrechner und Lohnsteuerrechner in einem: Er rechnet die Lohnsteuer 2027 nach dem neuen Tarif und zieht alle Abzüge ab, die dein Nettogehalt bestimmen:
- Lohnsteuer & Steuerklasse: alle Steuerklassen I–VI, Grundfreibetrag, Progression und Kinderfreibeträge.
- Sozialabgaben: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung inklusive Beitragsbemessungsgrenzen und KV-Zusatzbeitrag.
- Soli & Kirchensteuer: Solidaritätszuschlag nur oberhalb der Freigrenze, Kirchensteuer je nach Bundesland (8 oder 9 %).
- Kinder & Krankenversicherung: Kinderlosenzuschlag in der Pflege, gesetzliche oder private Krankenversicherung, Bundesland.
Wie sicher sind die Zahlen für 2027?
Der Steuertarif stammt aus dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027, die Grenzwerte der Sozialversicherung aus der vom Kabinett beschlossenen Rechengrößenverordnung, der Kinderlosenzuschlag aus dem Kabinettsentwurf der Pflegereform, der durchschnittliche Zusatzbeitrag aus der Festlegung des Gesundheitsministeriums (2,9 %). Im Bundestag kann sich daran noch etwas ändern. Noch auf dem Stand von 2026 sind die Feinheiten für Steuerklasse V und VI: Den Programmablaufplan 2027 gibt es bisher nur als Entwurf des Finanzministeriums vom 8. Oktober, wir übernehmen die endgültige Fassung. Wir ziehen jede Änderung nach. Wer sein Netto für das laufende Jahr braucht, nutzt den Brutto-Netto-Rechner 2026.
Stand, Methodik & Quellen
Stand
Redaktion & Review
netto-check.de Redaktion
Fachlicher Quellenabgleich gegen offizielle Veröffentlichungen
Primärquellen
BMF Einkommensteuerreformgesetz 2027
Regierungsentwurf, vom Kabinett am 2. September 2026 beschlossen, erste Lesung im Bundestag am 8. Oktober 2026 (Drucksache 21/8235), seitdem im Finanzausschuss, öffentliche Anhörung am 4. November 2026, Termin für die Schlussabstimmung offen. Stellungnahme des Bundesrats im ersten Durchgang am 16. Oktober 2026 (Drucksache 507/26), nicht bindend (Referentenentwurf 18. August 2026, Koalitionseinigung 1. Juli 2026). Entlastung: Grundfreibetrag 12.564 EUR (2027) und 12.900 EUR (2028), Kindergeld 267 und 272 EUR, Kinderfreibetrag 10.056 und 10.236 EUR, Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.430 EUR, abgeflachte zweite Progressionszone bis 70.600 EUR. Gegenfinanzierung: 45 % ab 250.000 und 47 % ab 280.000 EUR, Minijob-Pauschsteuer von 2 auf 5 %, Handwerkerleistungen von 20 auf 15 % mit Höchstbetrag 900 statt 1.200 EUR. Volumen 9,86 Mrd. EUR Entlastung gegen 4,26 Mrd. EUR Gegenfinanzierung. Zweite und dritte Lesung sowie Bundesrat stehen aus; Kritik vor allem am fehlenden Ausgleich der kalten Progression.
BMAS Rechengrößen 2027 (Kabinett)
Kabinettsbeschluss 7.10.2026, Werte unverändert gegenüber dem Referentenentwurf vom 21.9.2026: BBG KV/PV 76.500 EUR/Jahr (6.375 EUR/Monat), JAEG 84.150 EUR, BBG RV/AV 8.850 EUR/Monat, Bezugsgröße 4.130 EUR/Monat, Lohnentwicklung 4,38 %. Zustimmung des Bundesrats steht aus (Sitzung 20.11.2026).
BMG GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
BStabG: außerordentliche Anhebung von BBG und JAEG (KV) um je 300 EUR/Monat zum 1.1.2027 (von Bundestag und Bundesrat am 10.7.2026 beschlossen, am 29.7.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet)
Bundesregierung Pflegeneuordnungsgesetz
Kabinettsbeschluss 30.9.2026: Kinderlosenzuschlag Pflege 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte ab 1.1.2027, allgemeiner Beitragssatz bleibt 3,6 %, Pflege-BBG steigt analog zur KV um 300 EUR statt auf die JAEG (Referentenentwurf 5.6.2026). Erste Lesung im Bundestag am 5.11.2026 (Bundestag Textarchiv kw45), Schlussabstimmung und Bundesrat für Dezember geplant.