Nächster Schritt: Bundestag berät die Pflegereform am 5. November in erster Lesung
Haushalt 2027: Wie viel mehr Sozialabgaben zahlst du?
Die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2027 zusätzlich um 300 EUR pro Monat, und Kinderlose sollen einen höheren Pflege-Zuschlag zahlen. Der Rechner zeigt mit deinem Brutto, wie viel mehr Beiträge das pro Jahr ausmacht und ob dich die Reform überhaupt trifft.
Dein komplettes Netto 2027 berechnen →Stand 3. November 2026
Ab 1. Januar 2027 steigt die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung außerordentlich um 300 EUR pro Monat, laut Kabinettsbeschluss vom 7. Oktober 2026 auf 6.375 EUR. Neu seit dem Kabinettsbeschluss zur Pflegereform am 30. September 2026: Kinderlose sollen 0,9 statt 0,6 Prozentpunkte Pflege-Zuschlag zahlen, und zwar unabhängig vom Einkommen. Die zuvor geplante Anhebung der Pflege-Grenze auf die JAEG ist vom Tisch.
Was ist beschlossen, was ist noch Entwurf?+
Gesetz: Kranken-Grenze steigt um 300 EUR
Kabinettsentwurf: Kinderlose zahlen mehr für die Pflege
Korrigiert: Pflege-Grenze steigt nicht auf die JAEG
Die Grenzwerte 2027
Was sonst noch auf 2027 zukommt
Deine Eckdaten
= 90.000 € pro Jahr
Deine Mehrbelastung 2027
Mehrbelastung pro Monat
53 €
netto weniger im Geldbeutel
Mehrbelastung pro Jahr
631 €
netto weniger pro Jahr
Gesponsert: Testsieger Stiftung Warentest
631 € mehr SV-Beiträge 2027: jetzt prüfen, wo du dir das woanders zurückholst
Bei 631 € jährlicher Mehrbelastung lohnt sich der Blick in die Steuererklärung umso mehr. WISO Steuer ist Testsieger bei Stiftung Warentest, führt dich Schritt für Schritt durch und holt typische Posten heraus, die viele übersehen.
⏰ Frist 31. Juli 2026 abgelaufen: Verspätungszuschlag vermeiden
Affiliate-Link. Für dich kostenlos, wir erhalten ggf. eine Provision.
Krankenversicherung (Grenze +300 €)
300 € × 8,75 % ≈ 26 €/Monat
Pflege (Grenze +300 €)
300 € × 2,70 % (inkl. Kinderlosenzuschlag) ≈ 8 €/Monat
Kinderlosenzuschlag 0,6 → 0,9 %
6.075 € × 0,30 % ≈ 18 €/Monat
Gezeigt werden nur die reformbedingten Effekte, nicht die normale Lohnanpassung der Grenzen. Die 300-EUR-Sonderanhebung der Krankenversicherungs-Grenze ist Gesetz, die Pflege-Grenze zieht mit. Der höhere Kinderlosenzuschlag steht im Kabinettsentwurf der Pflegereform vom 30. September 2026, die erste Lesung im Bundestag ist am 5. November. Dein Arbeitgeber zahlt zusätzlich rund 32 € pro Monat mit. Die Grenzwerte stammen aus der Rechengrößenverordnung 2027 (Kabinett 7. Oktober 2026, Bundesrat am 20. November).
Ergebnis teilen
Haushalt 2027, bei dir sind das 631 € pro Jahr.
Geteilt wird ein Link auf dein aktuelles Szenario, ohne persönliche Daten, nur Brutto und Versicherungsart als URL-Parameter.
Wie wir die Reform-Mehrbelastung berechnen
Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung lag 2026 bei 5.813 € pro Monat. Durch die übliche Lohnanpassung stiege sie 2027 auf 6.075 €. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz legt 300 EUR obendrauf, damit liegt die Grenze laut Verordnungsentwurf bei 6.375 € im Monat, für Kranken- und Pflegeversicherung gleichermaßen. Dazu kommt laut Kabinettsentwurf der Pflegereform ein höherer Kinderlosenzuschlag: 0,9 statt 0,6 Prozentpunkte ab 2027.
Wir rechnen beide Effekte getrennt: das 300-EUR-Band oberhalb der bisherigen Grenze mit dem KV-Anteil (allgemeiner Beitrag plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag) und dem PV-Anteil, und für Kinderlose die zusätzlichen 0,3 Prozentpunkte auf das Einkommen bis zur bisherigen Grenze. Die normale Lohnanpassung bleibt außen vor, weil sie ohnehin gekommen wäre. Der Zuschlag gilt erst ab 23 Jahren; Eltern zahlen ihn nicht.
Stand, Methodik & Quellen
Stand
Redaktion & Review
netto-check.de Redaktion
Fachlicher Quellenabgleich gegen offizielle Veröffentlichungen
Primärquellen
BMG GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
BStabG: außerordentliche Anhebung von BBG und JAEG (KV) um je 300 EUR/Monat zum 1.1.2027 (von Bundestag und Bundesrat am 10.7.2026 beschlossen, am 29.7.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet)
Bundesregierung Pflegeneuordnungsgesetz
Kabinettsbeschluss 30.9.2026: Kinderlosenzuschlag Pflege 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte ab 1.1.2027, allgemeiner Beitragssatz bleibt 3,6 %, Pflege-BBG steigt analog zur KV um 300 EUR statt auf die JAEG (Referentenentwurf 5.6.2026). Erste Lesung im Bundestag am 5.11.2026 (Bundestag Textarchiv kw45), Schlussabstimmung und Bundesrat für Dezember geplant.
BMAS Rechengrößen 2027 (Kabinett)
Kabinettsbeschluss 7.10.2026, Werte unverändert gegenüber dem Referentenentwurf vom 21.9.2026: BBG KV/PV 76.500 EUR/Jahr (6.375 EUR/Monat), JAEG 84.150 EUR, BBG RV/AV 8.850 EUR/Monat, Bezugsgröße 4.130 EUR/Monat, Lohnentwicklung 4,38 %. Zustimmung des Bundesrats steht aus (Sitzung 20.11.2026).
BMG Zusatzbeitragssatz 2027
Festlegung des BMG vom 30.10.2026: durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2027 von 2,9 %, unverändert gegenüber 2026, auf Basis des GKV-Schätzerkreises vom 14.10.2026. Richtwert; die Kassen setzen ihren Satz selbst fest.
Häufige Fragen zum Haushalt 2027
Wer zahlt 2027 mehr Sozialabgaben?+
Wie stark steigt der Kinderlosenzuschlag 2027?+
Steigt die Pflege-Bemessungsgrenze auf die JAEG?+
Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2027?+
Was davon ist schon beschlossen?+
Warum ändert die Reform meinen PKV-Beitrag nicht?+
Wieviel zahlt der Arbeitgeber zusätzlich?+
Was kann ich aktiv tun, um die Mehrbelastung abzufangen?+
Wie viel mehr zahle ich 2027 insgesamt an Kranken- und Pflegeversicherung?+
Steigt 2027 auch der Rentenbeitrag?+
Wie genau ist die Berechnung?+
Passende Rechner
Brutto-Netto 2027
Dein komplettes Netto 2027 mit neuem Steuertarif, Beitragssätzen und den höheren Bemessungsgrenzen.
Brutto-Netto 2026
Was heute von deinem Brutto übrig bleibt, amtlicher Tarif 2026 mit allen Abzügen.
Rentenpaket 2027
Der zweite Kostenblock: steigender Rentenbeitrag ab 2028 und deine persönliche Rentenlücke.