Steuerrechner für Paare
Ehegattensplitting-Rechner 2026
Wie viel spart ihr durch die Ehe? Der Rechner schätzt den jährlichen Splittingvorteil auf Basis eures Arbeitslohns und ordnet die aktuelle Reformdebatte ein.
Stand 10. Juli 2026
Für 2026 gilt das Ehegattensplitting unverändert, es gibt weder Gesetz noch Kabinettsbeschluss zur Abschaffung. Neu: Im großen Reformpaket des Koalitionsausschusses vom 1. Juli 2026 taucht die Splitting-Abschaffung nicht auf. Beschlossen wurde stattdessen eine Einkommensteuer-Entlastung ab 2027, die auch den Splittingvorteil leicht verändert. Die Realsplitting-Debatte (Klingbeil/Merz, Ökonomenbündnis) läuft daneben weiter. Der Rechner zeigt euch, was nach geltendem Recht konkret auf dem Spiel steht.
Wird das Ehegattensplitting 2026 abgeschafft?+
Aktuelle Rechtslage
Koalitionsbeschluss 1. Juli 2026: Splitting bleibt, der Tarif ändert sich
Klingbeil-Modell (SPD) – offener Koalitionsstreit
Neu: Ökonomenbündnis für begrenztes Realsplitting
Eure Gehälter
= 48.000 € pro Jahr
= 19.200 € pro Jahr
Kirchensteuer
Genauere Versicherungsannahmen (optional)Relevant bei PKV oder abweichendem Zusatzbeitrag
Partner A
Leer = Standardwert des Rechners.
Partner B
Leer = Standardwert des Rechners.
Geschätzter Splittingvorteil
Unverheiratet
6.561 €
geschätzte Steuern / Jahr
Zusammen veranlagt
6.000 €
geschätzte Steuern / Jahr
Ehegattensplitting-Vorteil
561 €
47 € pro Monat im Schnitt
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561 € Splittingvorteil: jetzt gegenrechnen, ob Zusammen- oder Einzelveranlagung günstiger ist
Euer Vorteil liegt im mittleren Bereich. Smartsteuer rechnet beide Veranlagungsarten für euch durch und zeigt direkt online, welche am Ende mehr Netto bringt.
Frist Steuererklärung 2025: 31. Juli 2026
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Einkommensteuer
Unverheiratet: 6.561 €
Verheiratet: 6.000 €
Soli
Unverheiratet: 0 €
Verheiratet: 0 €
Kirchensteuer
Unverheiratet: 0 €
Verheiratet: 0 €
Ihr liegt bei rund 71/29. Damit wirkt das Ehegattensplitting bereits spürbar, weil die Einkommen nicht mehr gleich verteilt sind.
Der Rechner schätzt auf Basis von laufendem Arbeitslohn und den üblichen Lohnsteuer-Abzügen. Weitere Einkünfte, Werbungskosten über dem Pauschbetrag, Sonderfälle oder individuelle Freibeträge können das finale Veranlagungsergebnis verändern.
Was ihr danach noch prüfen solltet
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Splittingvorteil über die Steuererklärung holen
Wenn ihr den Splittingvorteil wirklich einlöst: WISO Steuer rechnet beide Veranlagungsarten gegen, übernimmt eure Vorjahresdaten und ihr zahlt erst bei der Abgabe.
Frist 31. Juli 2026 (Steuererklärung 2025)
Steuerklassenvergleich
Wenn ihr bereits verheiratet seid: Welche Kombination bringt euch unterjährig mehr Netto und wie hoch ist das Nachzahlungsrisiko?
Brutto-Netto-Rechner
Euer individuelles monatliches Netto berechnen - mit allen Abzügen für Steuern und Sozialversicherung.
Steuerklassen verstehen
Kurz erklärt, was Steuerklasse III, IV, V und das Faktorverfahren praktisch bedeuten.
Steueränderungen 2026
Grundfreibetrag, Tarifeckwerte und Sozialabgaben: Was sich für 2026 geändert hat.
Glossar: Ehegattensplitting
Ausführliche Erklärung des Splittingverfahrens mit Beispielen und verwandten Begriffen.
Methodik & Quellen
Welche Annahmen hinter dem Rechner stecken und warum das Ergebnis eine gute Schätzung, aber kein Steuerbescheid ist.
Unterjährige Auszahlung
3/5, 4/4 oder 4/4 mit Faktor - was bringt euch im Monat?
Der Splittingvorteil beantwortet die Jahresfrage. Wenn ihr wissen wollt, wie sich das laufende Netto und eine mögliche Nachzahlung verteilen, braucht ihr danach den Steuerklassenvergleich.
Steuerklassenvergleich öffnenWas ist Ehegattensplitting?
Das Ehegattensplitting ist ein steuerliches Verfahren in Deutschland, bei dem das gemeinsame Einkommen von Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern addiert, halbiert und dann mit dem regulären Einkommensteuertarif berechnet wird. Das Ergebnis wird anschließend verdoppelt.
Dadurch profitieren Paare vom progressiven Steuertarif, wenn die Einkommen unterschiedlich hoch sind. Bei gleichem Einkommen ist der Vorteil meist null oder sehr klein.
So funktioniert der Splittingvorteil
Der Rechner vergleicht zwei Szenarien: einmal die Summe der Einzelsteuern beider Partner und einmal die gemeinsame Steuer nach Splittingtarif. Die Differenz daraus ist euer geschätzter Splittingvorteil.
Beispiel:
Verdient Partner A 5.000 EUR im Monat und Partner B nichts, wird das Einkommen im Splitting rechnerisch auf zwei Personen verteilt. Dadurch rutschen Teile des Einkommens in niedrigere Tarifzonen und die gemeinsame Steuer sinkt.
Grundlage der Schätzung sind die aktuellen Werte für 2026 inklusive Grundfreibetrag, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
So nutzt ihr den Ehegattensplitting-Rechner
- Tragt das Bruttoeinkommen beider Partner ein – wahlweise pro Monat oder pro Jahr.
- Wählt euer Bundesland und ob Kirchensteuer anfällt, damit die Schätzung zu eurem Fall passt.
- Der Rechner vergleicht sofort Einzel- und Zusammenveranlagung und zeigt euren Splittingvorteil pro Jahr und Monat.
- Probiert verschiedene Einkommenskombinationen aus – jedes Ergebnis lässt sich über eine eigene Adresse teilen.
Wann lohnt sich Ehegattensplitting besonders?
Alleinverdiener-Ehe
Wenn nur ein Partner verdient, ist der Effekt meist am größten.
Große Einkommensdifferenz
Bei Konstellationen wie 80/20 oder 70/30 wirkt die Progressionsglättung deutlich.
Elternzeit oder Teilzeit
Sinkt ein Einkommen vorübergehend, steigt oft auch der potenzielle Splittingvorteil.
Hohes Einzeleinkommen
Je stärker die Progression auf einem Einkommen lastet, desto mehr kann Splitting entlasten.
Bei ähnlichen oder gleichen Einkommen ist der Vorteil dagegen meist klein. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf eure konkrete Kombination statt auf pauschale Aussagen.
Splittingtabelle 2026
Die Splittingtabelle zeigt für ein gemeinsam zu versteuerndes Einkommen die Einkommensteuer nach dem Splittingtarif 2026 (ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer). Zum Vergleich steht die Steuer, die ein einzelner Verdiener auf denselben Betrag zahlen würde – die Differenz ist der maximale Splittingvorteil im Alleinverdiener-Fall. Für ungleiche, aber beidseitige Einkommen liegt euer tatsächlicher Vorteil dazwischen; den konkreten Wert zeigt euch der Rechner oben.
| Gemeinsames zvE | ESt mit Splitting | ESt ohne Splitting | Max. Vorteil |
|---|---|---|---|
| 20.000 € | 0 € | 1.570 € | 1.570 € |
| 30.000 € | 870 € | 4.217 € | 3.347 € |
| 40.000 € | 3.140 € | 7.209 € | 4.069 € |
| 50.000 € | 5.700 € | 10.548 € | 4.848 € |
| 60.000 € | 8.434 € | 14.233 € | 5.799 € |
| 70.000 € | 11.340 € | 18.264 € | 6.924 € |
| 80.000 € | 14.418 € | 22.464 € | 8.046 € |
| 90.000 € | 17.670 € | 26.664 € | 8.994 € |
| 100.000 € | 21.096 € | 30.864 € | 9.768 € |
| 120.000 € | 28.466 € | 39.264 € | 10.798 € |
| 150.000 € | 40.728 € | 51.864 € | 11.136 € |
Werte gerundet, berechnet nach dem Einkommensteuertarif § 32a EStG für 2026. Das zu versteuernde Einkommen ist nicht das Bruttogehalt – Vorsorgeaufwendungen und Freibeträge sind dort bereits abgezogen.
Ehegattensplitting vs. Steuerklassenwahl
Die Steuerklasse verändert nur den laufenden Lohnsteuerabzug. Der eigentliche Vorteil der Ehe entsteht erst in der Einkommensteuererklärung über die gemeinsame Veranlagung.
Der Splittingrechner beantwortet also die Jahresfrage. Für die unterjährige Nettoverteilung nutzt ihr danach den Steuerklassenvergleich. Wollt ihr das konkrete monatliche Netto pro Partner sehen, hilft euch der Brutto-Netto-Rechner – ihr verbindet so die Splitting-Ersparnis im Jahr mit dem Netto im Monat.
Ehegattensplitting 2026: aktuelle Rechtslage und Reformdebatte
Der Rechner zeigt den Splittingvorteil nach aktuell geltendem 2026-Recht. Beschlossene Änderungen gibt es keine, die politische Debatte ist seit dem Frühjahr 2026 aber deutlich konkreter geworden und sortiert sich gerade neu.
Maßgeblich für die Berechnung bleibt: Solange kein neues Gesetz und kein neuer Programmablaufplan in Kraft treten, ist der hier gezeigte Betrag die relevante Orientierung für euren aktuellen Steuerfall.
Klingbeil-Modell (SPD, Finanzminister): Das Splitting soll für künftig geschlossene Ehen durch ein „fiktives Realsplitting“ abgelöst werden, ein übertragbarer Freibetrag (im Gespräch: rund 13.805 €) statt des vollen Splittingtarifs. Bestandsehen sollen das klassische Splitting behalten. Die Union lehnt diese Form in der schwarz-roten Koalition bislang ab; ein Kompromiss ist bis Sommer 2026 angekündigt, aber nicht gesichert.
Ökonomenbündnis (Schnitzer, Fuest, Fratzscher, Schularick, Wrohlich, Fuchs-Schündeln u. a.): schlägt parallel ein begrenztes Realsplitting vor, der Splittingvorteil wird gedeckelt, die Mehreinnahmen fließen in höheres Kindergeld (259 → 316 €/Monat) und höhere Kinderfreibeträge. Modellrechnung: Paare mit Kindern werden um rund 585 €/Jahr entlastet, Alleinerziehende um rund 417 €/Jahr; kinderlose Paare mit ungleichen Einkommen zahlen im Schnitt rund 316 €/Jahr mehr Steuern.
Genau deshalb ist der Rechner nützlich: Er zeigt transparent, welcher Vorteil nach heutigem Recht konkret auf dem Spiel steht, und liefert die Größenordnung, an der ihr jede künftige Reform messen könnt.
Stand, Methodik & Quellen
Stand
Redaktion & Review
netto-check.de Redaktion
Fachlicher Quellenabgleich gegen offizielle Veröffentlichungen
Primärquellen
BMF Programmablaufplan (PAP)
Grundlage für Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer
EStH § 26b Zusammenveranlagung
Rechtliche Grundlage für die gemeinsame Veranlagung von Ehegatten
BMF Koalitionsausschuss Steuerentlastung
Einigung vom 1. Juli 2026: Einkommensteuerreform zum 1.1.2027 mit höherem Grundfreibetrag (in zwei Stufen auf 12.900 EUR bis 2028), Kindergeld bis 272 EUR, Arbeitnehmerpauschbetrag +200 EUR, abgeflachter zweiter Progressionszone und Spitzensteuersatz ab 70.600 EUR; Gegenfinanzierung über Reichensteuer 45 % ab 250.000 und 47 % ab 280.000 EUR. Gesetzentwurf steht noch aus.
WirtschaftsWoche Ökonomen-Vorschlag
Mai 2026: Bündnis um Schnitzer, Fuest, Fratzscher, Schularick u. a. fordert ein begrenztes Realsplitting; Mehreinnahmen sollen in höheres Kindergeld und Kinderfreibetrag fließen
Häufige Fragen
Wie funktioniert das Ehegattensplitting in Deutschland?+
Wann lohnt sich der Splittingtarif besonders?+
Bringt eine Heirat bei gleichem Einkommen steuerlich etwas?+
Wie groß ist der Vorteil, wenn nur ein Partner Einkommen hat?+
Ändert die Steuerklassenwahl den Splittingvorteil?+
Gilt der Splittingvorteil auch bei Heirat mitten im Jahr?+
Wie genau ist diese Schätzung?+
Was ist mit Vermietung, Selbstständigkeit oder Kapitalerträgen?+
Gilt das auch für eingetragene Lebenspartnerschaften?+
Wie wird das Ehegattensplitting genau berechnet?+
Lohnt sich Heiraten nur wegen der Steuer?+
Was passiert mit dem Splittingvorteil bei Trennung oder Scheidung?+
Gilt Ehegattensplitting auch für Rentner?+
Wird das Ehegattensplitting 2026 abgeschafft?+
Was ist das „fiktive Realsplitting", das Klingbeil vorschlägt?+
Ist der Rechner trotz SPD-Vorstoß aktuell nutzbar?+
Was schlägt das Ökonomenbündnis um Schnitzer und Fuest vor?+
Was würde bei einer Abschaffung des Ehegattensplittings passieren?+
Wie hängen Ehegattensplitting und Brutto-Netto zusammen?+
Wie viel mehr Steuern zahlen Ehepaare ohne Splitting?+
Was ist der Unterschied zwischen Familiensplitting und Ehegattensplitting?+
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Ihr plant den Wechsel der Veranlagung? WISO Steuer führt Schritt für Schritt
Wenn ihr nach all den Antworten unten die Steuererklärung wirklich angehen wollt: WISO Steuer rechnet beide Veranlagungsarten gegen, übernimmt eure Daten aus dem Vorjahr und ihr zahlt erst bei der Abgabe.
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